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14.01.20 | Liechtenstein

Vorfälle in Ruggeller Kita: Aussage gegen Aussage

(Symbolfoto: Pixabay)

Zu den Vorfällen in einer Kita in Ruggell haben heute weitere Gespräche stattgefunden. Da die Eltern den Schlussbericht vom Amt für soziale Dienste zu wenig transparent gefunden haben, haben sie die Ombudsfrau für Kinder und Jugendliche Margot Sele eingeschalten. Diese führte heute mit den zuständigen Mitarbeitern des Amtes ein Gespräch. Sie kommt zum Schluss, dass das Amt schnell und speditiv auf die Vorwürfe reagierte. Das Amt hat der Kita nun 10 Massnahmen angeordnet.

Ein Auszug aus den angeordneten Massnahmen:

  • Sicherstellen, dass bei der Wiederaufnahme des Betriebs genügend pädagogisch ausgebildete Fachpersonen – gemäss Richtlinien des ASD -  in der Kita anwesend sind.
  • Betreuungsschlüssel muss jederzeit eingehalten werden (Faktor 1:5 bei Kindern im Alter bis 18 Monaten).
  • Eltern bei der täglichen Übergabe über wichtige Vorkommnisse informieren. Zwei Mal jährlich Standortgespräche mit den Eltern führen.
  • ASD ist über laufende Entwicklungen und besondere Vorkommnisse zu informieren. Bis Ende 2020 jeweils monatlich den Dienstplan und Belegungsplan der Kinder beim ASD einreichen.

Im aktuellen Fall steht in vielen Punkten Aussage gegen Aussage. «Einige Eltern haben sich positiv zur Betreuungsqualität geäussert. Andere Eltern gaben massive Vorwürfe zu Protokoll», schreibt Margot Sele in einem offenen Brief. 

Noch hängig ist eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Diese muss nun überprüfen, ob ein Verfahren gegen die Kita eröffnet wird.

Kita in Ruggell muss 10 Massnahmen ergreifen   |  13.01.2020, 17:56